ESPORT BEI FUSSBALLKLUBS: FIFA IST DIE EINSTIEGSDROGE | DIGITAL SPORTS & ENTERTAINMENT

ESPORT BEI FUSSBALLKLUBS: FIFA IST DIE EINSTIEGSDROGE

FUSSBALL BUSINESS

September 2017

Daniel Luther ist einer der gefragtesten eSport-Experten Europas und unterstützt unter anderem Fußballklubs beim Aufbau von eSport-Strategien. Im Interview spricht er über die Entwicklung des eSports im Fußball.

Thomas Maurer/FUSSBALL BUSINESS: Du unterstützt u.a. Fußballklubs beim Aufbau von eSport-Sektionen. Wie kann man sich das vorstellen, mit welchen Fragestellungen kommen Klubs etwa auf dich zu? 

Daniel Luther: Das eSport-Interesse ist seit mehr als einem Jahr enorm, aktuell lebt der eSport in Katzenjahren. Ein Jahr im eSport, sind sieben Jahre in der „normalen“ Welt. Das bezieht sich nicht nur auf Fußballklubs, sondern zieht sich durch alle Wirtschatszweige. Im Grundsatz liegt dabei immer der Wunsch vor, dass die jeweilige Marke einen Zugriff auf die junge Zielgruppe erreichen will. Die Motive sind unterschiedlich: Markenbindung, Markensympathie, Kaufmpulse, Markenbekanntheit, Attraktvität als Arbeitgeber, HR-/Recruitng, Digitalisierung. Zu Grunde liegen vielfältige Fragestellungen, die logischerweise mit dem Wissensstand der Führungspersonen korrelieren. Anfangs herrscht häufig nur ein rudimentäres Verständnis des eSports vor. Ich gehe sehr individuell auf die Partner ein, im Fokus steht dabei immer, welche Ziele erreicht werden sollen. Mit jedem schwarzen Fleck den ich von der Landkarte streiche, eröffnen sich neue Frage und Ideen. So entwickeln wir im Doppelpass die Ideen. Zentral ist, dass der eSport kein eingelaufener Pfad ist. Überspitzt: Nein, wir wollen keine Flyer, Plakate erreichen uns nicht, wir messen unseren Erfolg nicht am Tag danach. Das Erlebnis steht im Vordergrund, welchen Mehrwert biete ich den Fans? Ich will aus Kunden Fans machen.